Akupunktur – eine energiemedizinische Therapie

Akupunktur ist eine Reflex- und Regulationstherapie aus der traditionell chinesischen Medizin (TCM) und wird in China schon über dreitausend Jahre erfolgreich praktiziert und weiterentwickelt. Sie wird eingesetzt, um den Körper mittels einer Reizung durch Nadelstiche an bestimmten Energiepunkten wieder in ein Energiegleichgewicht zu bringen.

Seit etwa vierhundert Jahren ist sie in Europa bekannt und die Anzahl ihrer Anhänger steigt – besonders in den letzten Jahrzehnten – stetig an. Um ein Verständnis für die Akupunktur zu entwickeln, ist es notwendig, ihren Ursprung zu verstehen. Dieser ist in der chinesischen Kultur und Philosophie, ihrem Menschenbild und daraus resultierend in ihrer Medizin verwurzelt.

Akupunktur am Ohr - Cpl. Paul Peterson / Public domain
Akupunktur am Ohr;

Die chinesische Medizin

Hier wird der Mensch als Teil eines kosmischen, energetischen Wirkgefüges gesehen. Er ist das Abbild der natürlichen Harmonie – aufgespannt zwischen Himmel und Erde, zwischen den Polen Yin und Yang.

Jedes Individuum ist verdichtete Energie und unterliegt dadurch dem Spannungsfeld energetischer Einflüsse. Diese Einflüsse, die den Körper durchströmen, werden Qi, Lebensenergie, genannt. Das Qi ist zum Teil angeboren und zum Teil haben wir Einfluß auf seine Quantität und Qualität durch unsere Ernährung, Atmung, Schlaf, Bewegung, energetische Therapien wie Akupunktur und Homöopathie und durch unser Bewusstsein.

Die gespeicherte Form von Lebensenergie nennen die Chinesen Lebensessenz, Jing. Jedes Organ und jede Zelle des Körpers speichert Lebensessenz.

Man kann das so vergleichen: Qi ist der Kraftstoff unseres Körpers, der ihn in Bewegung und in Funktion hält, Jing ist der Motor unseres »Systems Körper«. Je stärker der Motor, desto besser kann es fahren. Je mehr und je besseres Qi, um so länger und gesunder arbeitet der Körper.

Qi fließt in zyklischer Abfolge über den Tag auf zwölf definierten Leitbahnen (Energiebahnen/Meridianen) über 360 Akupunkturpunkte von der Körpermitte zu den Enden der Extremitäten und wieder zurück. Jede Energiebahn erreicht am Tag zwei Stunden »ihre« maximale Energie.

Da die Organe den Meridianen zugeordnet sind, hat jede Organenergie am Tag ihre aktivste Zeitspanne (»Organuhr«).

Sobald der Mensch sich »krank« fühlt, erschöpft, depressiv oder infektanfällig ist oder gar unter Schmerzen leidet, ist nach dieser Auffassung das Harmoniegefüge zwischen Yin und Yang und damit der Fluss des Qi gestört. Um unser Körpersystem wieder in Harmonie zu bringen und den möglichst ungestörten Fluss das Qi anzuregen, bedient sich der Arzt der Möglichkeit, mit Akupunkturnadeln an bestimmten Körperpunkten Reize auf die Energiebahnen auszuüben. Aufgrund der mittlerweile jahrtausende alten Erfahrung werden dabei den unterschiedlichen Krankheiten und Energiezuständen des Menschen verschiedene Akupunkturpunkt- Kombinationen zugeordnet.

Wissenschaftlich nachgewiesen: Akupunktur wirkt!

Ein Akupunktur-Arzt behandelt den ganzen Menschen und nicht eine einzelnes Organ oder eine einzelne Krankheit. Die Fragen, denen er nachgeht, lauten: Wo ist ein Energiedefizit im System und wo ein Zuviel? In welchem Gesamtzustand ist der Mensch? Entsprechend werden die Nadeln auf den Energiebahnen gesetzt.

Zunächst erklärten Wissenschaftler die Wirkung der Akupunktur durch chemische Kommunikation. Man konnte nachweisen, daß nach Reizen von Akupunkturpunkten in schmerzsteuernden Gehirnarealen Endorphine, d.h. schmerzstillende körpereigene Botenstoffe, produziert werden. Aber: die hohe Geschwindigkeit, mit der diese Signale übertragen werden, konnte diese Theorie nicht erklären.

Heute ist man durch Beobachtungen der Quanten- und Biophysik eher der Auffassung, daß es sich um Biophotonenkommunikation, d.h. Signaleffekte durch Lichtquanten handelt. Biophotonen sind Lichtquanten, die unseren Körper und seine Zellkommunikation steuern.

Der deutsche Biophysiker Prof. Dr. Fritz-Albert Popp forscht seit Jahrzehnten erfolgreich auf dem Gebiet der Biophotonik. Nach seinen Erkenntnissen verstärkt das Reizen eines Akupunkturpunktes die Aktivität der Biophotonen. Die gemessenen Botenstoffe (Neurotransmitter) unterstützen den Transport der Photonen am sog. synaptischen Spalt, am Übertragungsort der Neurotransmitter. Man kann sagen, sie verstärken die Lichtsignale im Körper.

Um zu verstehen, warum Akupunktur hilft, müssen wir wissen, daß eine Wechselwirkung zwischen der Materie (dem Körper) und seinem Feld (den Biophotonen) besteht. Mit dem wissenschaftlichen Modell der Biophotonen kann man Energieschwankungen im Körper ebenso erklären wie das Phänomen, warum energetische Therapien wie die Akupunktur oder Homöopathie unserem Körper helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Was chinesische Heiler Yin und Yang nennen, bezeichnen heutige Physiker als die beiden Kehrseiten kohärenter Zustände (Wellenpakete).

Fülle und Leere in der TCM können als Überschuss bzw. Mangel an lokaler Energie eingeordnet werden.

Was traditionelle chinesische Medizin als Lebenskraft definiert, wird in der Physik als photochemisches Potenzial betrachtet.

Die (chinesische) Lebensenergie läßt sich somit als die Fähigkeit des Körpers interpretieren, Information aufzunehmen, weiterzuleiten, zu speichern und umzusetzen.

Popp erklärt die Meridiane als »bevorzugte Kommunikationsbahnen elektromagnetischer Resonatorwellen«, als Wellenleiter.

Die Akupunkturpunkte wären dann die Knotenpunkte des gesamten Trägerwellenfeldes.

Es ist faszinierend, wie moderne Biophysik die Wirkung von Tausend Jahre alten Therapien erklären kann.

Der Mensch ist nach diesen Forschungen ein Lichtwesen. Der Organismus kann gesehen werden als »feldartiges Element innerhalb umfassenderer Felder seiner Umwelt« (Marco Bischof, 2000). Bewusstsein ist nicht auf unser Gehirn beschränkt, eher nutzt unser Selbst das Gehirn, um mit dem Körper und der Umwelt zu kommunizieren.

Was ist dann Gesundheit? Nicht allein Abwesenheit von Krankheit. Nicht allein das Funktionieren des materiellen Körpers.

In ganzheitlicher Betrachtung kann unter Gesundheit die »optimale Bewältigung« von Krisen und Herausforderungen, als Anpassung an ständige Verwandlungsprozesse des Lebens gesehen werden. Krankheit ist so gesehen ein Energiezustand, der oft notwendig ist, um alte Strukturen aufzulösen, damit wir uns weiterentwickeln zum dem, was wir eigentlich sind: körperlich- seelisch-geistig-spirituelle Wesen auf der Suche nach Sinn.

Quellen
* »Fritz-Albert Popp – Biophotonen-Neue Horizonte in der Medizin.«
Haug-Verlag 2006,
ISBN-10: 3830472676
ISBN-13: 978-3830472674
* »Marco Bischof – Biophotonen. Das Licht in unseren Zellen.«
Verlag Zweitausendeins. 1996,
* »Marco Bischof – Energienedizin – ein neues Paradigma in der Medizin?«
Veröffentlicht in Esotera, Nr. 8, August 2000, S. 16 – 21 und Nr. 9, September 2000, S. 20 – 25
* »Marco Bischof – Neue Gesundheitskonzepte und der Paradigmenwechsel in den Wissenschaften. Veröffentlicht unter dem Titel »Gesundheit als Lebensqualität – Ganzheitliche Gesundheitskonzepte erfordern neue Perspektiven in den Naturwissenschaften«
in der Zeitschrift »Zukünfte«, Jg. 9, Heft 32 (Sommer 2000), S. 29 – 33
* »Radha Thambirajah – Energetik in der Akupunktur.«
Urban u. Fischer, 2006
* »Angewandte Physiologie«, Bd. 5,
Thieme-Verlag, Hrgb. Frans van den Berg. 2005
* »Die Realität ist eine Illusion, aber eine ziemlich hartnäckige«.
A. Einstein

Autorin
Dr. med. Ute Dauenhauer

ⒸNATURSCHECK Frühling 2010
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mit freundlicher Genehmigung, Verlag für Natur & Mensch

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